Mindful Parenting

Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern

  1. Kursausschreibung
  2. Kursziel
  3. Wirkung
  4. Kursumfang
  5. Kursinhalt
  6. Kurstermine und Kosten
  7. Flyer

Kursausschreibung

Neben den schönen Aspekten haben Eltern immer wieder grosse Herausforderungen und Belastungen zu bewältigen.
Der Familienalltag kann dann eher von Stress, Ärger und Erschöpfung geprägt sein, anstatt von Harmonie, Ruhe und einem liebevollen Umgang miteinander. An einem Tag betrachten wir das Familienleben als schönes Abenteuer und am nächsten Tag sind wir gestresst, ungeduldig, gereizt und genervt und wir reagieren vielleicht auf eine Art und Weise für die wir uns hinterher schämen.

Der Kurs Mindful Parenting unterstützt auf eine hilfreiche Art, Eltern und andere Bezugspersonen des Kindes, die täglichen Herausforderungen in der Elternrolle sowie in der Eltern-Kind-Beziehung bewältigen zu können.

Wie Forschungen und Studien belegen, kann dieser Kurs durch seine achtsame Grundhaltung und seinem Programm, eine neue Basis der Familienbeziehung schaffen. Schwierige Phasen, Strukturen und Verhaltensmuster des Familienalltags können zu Gunsten eines achtsameren, ruhigeren und friedvolleren Umgangs miteinander umgewandelt werden.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet, auf eine freundliche und milde Weise aufmerksam zu sein; bewusst den gegenwärtigen Moment zu erleben – so, wie er gerade ist, ohne ihn zu bewerten, zu verurteilen oder verändern zu wollen.

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Hintergrund des Mindful Parenting Programms
Das Programm wurde von den Psychologinnen Prof. Susan Bögels & Kathleen Restifo an der Universität Amsterdam entwickelt und basiert auf dem bekannten MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) sowie auf MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy).

Der Kurs richtet sich an alle Bezugspersonen von Kindern …

(Eltern, Alleinerziehende, Tageseltern, Grosseltern und Betreuende privat/beruflich, am Anfang der Familienbildung Stehende) die mehr Achtsamkeit in den Familienalltag bringen wollen, die offen für positive Veränderungen sind und an alle:

  • die in akuten familiären Stressphasen sind
  • die im Umgang mit Kindern an Ihre Grenzen gestossen sind
  • die sich in einem Erziehungsstil wiederfinden, den sie nie für möglich gehalten haben und so nicht wollen
  • die ihren Kommunikationsstil innerhalb der Familie verbessern möchten
  • die weniger Kraft und Zeit für Ihre Kinder zur Verfügung haben, wie sie gerne hätten
  • die in schwierigen Familien-Konstellationen leben
  • die Kinder mit seelischen Gesundheitsproblemen haben

Beispiel aus dem Familienalltag

Während sich Lukas (3 Jahre) die Schuhe anzieht, schreit seine Schwester Mia (1 ½ Jahre), da sie partout nicht die Windeln gewechselt bekommen möchte, bevor die Mutter mit Ihnen einkaufen geht. Während Lukas schon zum Auto nach draussen stürmt, möchte die Mutter nicht, dass ihr Sohn sich alleine an der viel befahrenen Strasse aufhält. Gleichzeitig kann Sie Mia nicht alleine auf dem Wickeltisch lassen, der Stresspegel steigt…schlussendlich schreit die Mutter ihre Tochter Mia an und zwängt sie ruppig in die Kleider. Mit einer weinenden Mia auf dem Arm eilt sie nach draussen, zieht Lukas wütend von der Bordsteinkante und droht ihm, dass wenn er weiter so einen Seich macht, er heute Abend nicht mehr Fernsehen darf.

Eltern sein fordert ein hohes Mass an Präsenz und Aufmerksamkeit. Es gibt im Familienalltag so viel zu leisten, zu bewältigen, so viele Bedürfnisse, Wünsche und Werte zu beachten, da ist Stress vorprogrammiert.

Beispiele für Stressauslöser:

  • Unordnung
  • Geschwisterstreit
  • Sorge und Angst um das Kind
  • Zeitnot, Zeitdruck (keine Zeit für sich selbst und das Kind, zu viele Termine)
  • Schwierigkeiten rund ums Thema Essen
  • Müde, durstige oder hungrige Kinder (egal welchen Alters)
  • Trotzverhalten
  • Pubertät
  • Alkohol, Drogenmissbrauch, Süchte
  • desstruktives Verhalten
  • Mediengebrauch
  • Mobbing
  • Respektloses Verhalten
  • Schlafstörungen
  • Lügen, Betrügen, Stehlen
  • Krankheiten, Ticks und schwierige Verhaltensweisen
  • Streit oder Uneinigkeiten mit dem Partner
  • Bewegungsmangel
  • Überforderung oder Unterforderung
  • Schulschwierigkeiten etc.
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Wirkung des Kurses

Wissenschaftliche Studien belegen eine tiefe und langanhaltende Wirkung des Kurses auf die seelische Gesundheit und das Wohlbefinden der Eltern und ihrer Kinder.

„Mindful Parenting“ kann Eltern helfen,

  • besser für sich selbst zu sorgen und mehr Empathie und Mitgefühl für sich selbst und ihren Kindern zu entwickeln.
  • mehr Achtsamkeit im Alltag und im Umgang mit Kindern zu entwickeln.
  • sich selbst und ihren Kindern mit mehr Akzeptanz zu begegnen und schwierige Gefühle besser tolerieren zu können.
  • eine stärkere Bindung zu ihren Kindern zu entwickeln.
  • Konflikte mit ihren Kindern konstruktiv zu lösen.
  • Muster aus der eigenen Kindheit wiederzuerkennen, wenn sie in der gegenwärtigen Beziehung zum Kind auftauchen.
  • die schönen und die schwierigen Seiten des Elternseins voll und ganz zu erleben.
  • die Verhaltens- und emotionalen Probleme von Eltern und Kindern zu reduzieren.
  • die elterliche Stressbelastung und Reaktivität in Stresssituationen zu reduzieren.
    Quelle: „Mindful Parenting“ von Susan Bögels & Kathleen Restifo
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Kursumfang

Der Kurs „Mindful Parenting“ beinhaltet:

  • ein kostenloses, unverbindliches, persönliches Vorgespräch
  • 8 Termine à 2:45 Stunden
  • 1 Follow up Termin
  • ein individueller Intensivtag zu Hause in Eigenverantwortung
  • tägliches Üben zu Hause (mind. 30 Minuten),
    um die Kursinhalte in den Alltag zu integrieren.

„Eine Familie zu sein bedeutet auch, dass es Schatten und Sonne im Zusammenleben gibt und dass es zu trennenden Situationen kommen kann. Wichtig ist, dass bei diesen kleinen und grösseren Beziehungsbrüchen der gemeinsame Lebensweg sich wieder annähern und vereinen kann, darin möchte Mindful Parenting unterstützen.“

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Kursinhalt

Die Grundlage des Kurses ist die Vermittlung einer achtsamen Haltung sich selbst und der Familie gegenüber. Weiterhin werden folgende Schwerpunkte im Kurs behandelt:

  • Bewusster und stressvermindernder Umgang mit schwierigen Gefühlen und Gedanken.
  • Mit sich selbst, dem Körper und den eigenen Bedürfnissen in Verbindung zu sein.
  • Entwicklung von Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge.
  • Wahrnehmung und bewusster Umgang mit Erfahrungen und Mustern aus der eigenen Kindheit.
  • Konstruktiver und bewusster Umgang mit Konflikten, sowie das reparieren von Brüchen in der Eltern-Kind-Beziehung.
  • Liebe und Grenzen in der Erziehung.
  • Vertiefung der Familien-Beziehungen.

In diesem geschützten Rahmen von Elternsein mit all seinen Facetten und Aspekten, steht die eigene Erfahrung im Vordergrund. Die Kursinhalte werden durch kleine theoretische Inputs (psychologische- und neurobiologische Hintergründe), durch Übungen der Achtsamkeit, Selbsterfahrung, Meditation und durch den Austausch in der Gruppe/Kleingruppe vermittelt.

„Mindful Parenting“ ist keine Elternberatung

Jede Familie, jedes Familienmitglied und jede Lebenssituation ist anders. Im „Mindful Parenting-Kurs“ steht das Stresserleben der Eltern im Mittelpunkt und nicht das Problemverhalten des Kindes. Es geht nie um «richtig» oder «falsch» und nicht um fertige Erziehungsrezepte/-Lösungen.

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